Beim Rundgang über das Museumsgelände begegnet man auch den Museumsschafen. Diese tragen die Bezeichnung Coburger Fuchsschaf. Unsere Herde auf dem Museumsgelände umfasst etwa zwanzig bis dreißig Mutterschafe. Die genügsame Rasse zeichnet sich durch ihre ungewöhnliche Färbung aus, so ist der Kopf meist rotbraun bis beinahe bronzefarben, die Wolle am Körper hingegen hell cremefarben mit einigen rötlichen Stichelhaaren. Diese einzelnen rötlichen Haare in der Wolle geben ihr auch den Spitznamen, das „goldene Vlies“, da die geschorene Wolle in der Sonne manchmal rotgolden schimmert. Bei der Geburt sind die Tiere allerdings noch komplett rotbraun. Erst im Laufe der Zeit wird die Wolle heller.
Die Wolle gilt als nicht sehr weich und wird heute überwiegend für Filzprodukte verwendet. Ein anderer Teil geht in die Teppichproduktion, und nur ein kleiner Teil wird zu Strickwolle verarbeitet. Unter Handspinnern wird die Wolle als robust geschätzt.
Das Coburger Fuchsschaf wurde 1966 als eigenenständige Schafrasse anerkannt. Seit wann sie tatsächlich existiert ist noch unklar, jedoch gab es (unter anderer Rassenbezeichnung) bereits im 19. Jahrhundert einige Herden. Der Rückgang der Rasse zeichnete sich schon vor dem Zweiten Weltkrieg ab, da die Tiere bei den damals neu geforderten Leistungen für Schafe in Woll- und Fleischproduktion nicht mithalten konnten. Erst nach dem zweiten Weltkrieg wurde man wieder auf das genügsame Schaf aufmerksam.
Laut der Gesellschaft zu Erhaltung gefährdeter Haustierrassen (GEH) gab es im Jahr 2013 genau 3731 eingetragene Mutterschafe und 202 Zuchtböcke. Damit steht das Coburger Fuchsschaf unter Beobachtung und auf der Vorwarnstufe zur Bedrohten Haustierart.
Die meisten dieser Schafe werden heute in kleinen Herden von privaten Hobbyzüchtern gehalten. Viele Kleinzüchter haben sich im Verband „Das Goldende Vlies“ oder in der AG-Fuchsschaf zusammengeschlossen, um so auch neue Absatzmärkte für Wolle und Fleisch zu erschließen.
Das schmackhafte Lammfleisch kann man beim Schlachtfest am ersten Novemberwochenende erwerben.
Anna Strübel
Beim Rundgang über das Museumsgelände begegnet man auch den Museumsschafen. Diese tragen die Bezeichnung Coburger Fuchsschaf. Unsere Herde auf dem Museumsgelände umfasst etwa zwanzig bis dreißig Mutterschafe. Die genügsame Rasse zeichnet sich durch ihre ungewöhnliche Färbung aus, so ist der Kopf meist rotbraun bis beinahe bronzefarben, die Wolle am Körper hingegen hell cremefarben mit einigen rötlichen Stichelhaaren. Diese einzelnen rötlichen Haare in der Wolle geben ihr auch den Spitznamen, das „goldene Vlies“, da die geschorene Wolle in der Sonne manchmal rotgolden schimmert. Bei der Geburt sind die Tiere allerdings noch komplett rotbraun. Erst im Laufe der Zeit wird die Wolle heller.
Die Wolle gilt als nicht sehr weich und wird heute überwiegend für Filzprodukte verwendet. Ein anderer Teil geht in die Teppichproduktion, und nur ein kleiner Teil wird zu Strickwolle verarbeitet. Unter Handspinnern wird die Wolle als robust geschätzt.
Das Coburger Fuchsschaf wurde 1966 als eigenenständige Schafrasse anerkannt. Seit wann sie tatsächlich existiert ist noch unklar, jedoch gab es (unter anderer Rassenbezeichnung) bereits im 19. Jahrhundert einige Herden. Der Rückgang der Rasse zeichnete sich schon vor dem Zweiten Weltkrieg ab, da die Tiere bei den damals neu geforderten Leistungen für Schafe in Woll- und Fleischproduktion nicht mithalten konnten. Erst nach dem zweiten Weltkrieg wurde man wieder auf das genügsame Schaf aufmerksam.
Laut der Gesellschaft zu Erhaltung gefährdeter Haustierrassen (GEH) gab es im Jahr 2013 genau 3731 eingetragene Mutterschafe und 202 Zuchtböcke. Damit steht das Coburger Fuchsschaf unter Beobachtung und auf der Vorwarnstufe zur Bedrohten Haustierart.
Die meisten dieser Schafe werden heute in kleinen Herden von privaten Hobbyzüchtern gehalten. Viele Kleinzüchter haben sich im Verband „Das Goldende Vlies“ oder in der AG-Fuchsschaf zusammengeschlossen, um so auch neue Absatzmärkte für Wolle und Fleisch zu erschließen.
Das schmackhafte Lammfleisch kann man beim Schlachtfest am ersten Novemberwochenende erwerben.
Anna Strübel